Katholischer Kirchenraum

Der katholische Gottesdienstraum bietet rund 250 Gottesdienstbesucherinnen und – besuchern Platz. Altar und Ambo (Lesepult) stehen in der Mitte und sind einer großen Nische in der Rückwand zugeordnet.

Der Altar ist wie der Ambo aus Eiche, entspricht dem im evangelischen Gottesdienstraum und besteht aus einer massiven Tischplatte, die von 40 Beinen getragen wird. Die Zahl 40 ist in der Bibel eine besondere Zahl. 40 Jahre war Israel in der Wüste. Auch Jesus war 40 Tage in der Wüste. 40 Tage dauert es von Ostern bis Himmelfahrt. 40 steht für eine konkrete Zeit, die ein Mensch überschaut; die 40 Beine des Altars stehen aber auch für die ganze Gemeinde in ihrer Vielfalt.

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Hinter dem Altar an der Rückwand befindet sich die Bank für den Priester und die Ministranten. Seitlich hinter einem kleinen Gitter werden die Heiligen Öle aufbewahrt, die zur Feier der Taufe, zur Firmung und zur Krankensalbung verwendet werden.

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In der Doppelwand ist eine weitere Nische ausgebildet. Hier ist der Tabernakel untergebracht, auf den das "Ewige Licht" hinweist. Der Tabernakel ist ein einfacher Eichenholzwürfel, der von einzelnen Edelsteinen geschmückt wird, die zu bestimmten Anlässen, etwa von den Kommunionkindern eines Jahrgangs, gespendet werden.

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Die Doppelwand kann man auch betreten, um in einem geschützten Raum, der Maria-Magdalena-Nische, vor Gott dazusein und zu beten. Diese Nische hat etwas von einem „Felsengrab“ und nimmt die Darstellung des Heiligen Grabs in alten Kirchen auf. Dort ist oft Maria Magdalena abgebildet, wie sie zum Grab kommt.

In der Maria-Magdalena-Nische ist das Evangelium des Ostermorgens zu lesen. Maria aus Magdala wird darin als diejenige vorgestellt, die als erste dem Auferstandenen begegnet und den Auftrag erhält, den Jüngern diese Botschaft zu verkünden. Der ganze Text des Evangeliums (aus Joh 20) wurde auf ein Leinen-Tuch geschrieben, das die Nische vom Tabernakel trennt. Der Schlusssatz, in Gold auf der Wand angebracht, ist von aussen sichtbar.

Weil Maria Magdalena auch Apostola Apostolorum, d.h. Apostelin der Apostel genannt wird, findet sich in der Nische auch ein 13. Apostelleuchter.

Daneben gibt es noch zwei weitere Kapellen: Die Kapelle neben dem Haupteingang ist der Raum der Stille, der für alle geöffnet sein soll und auch durch eine Tür von außen zu betreten ist. Die nördliche Kapelle kann mit einer Schiebewand abgetrennt und so zum Beispiel für Taizegebet, Meditation, Bibel teilen oder andere kleinere Gruppen genutzt werden.

Rechts und links des katholischen Kirchenraums schließt jeweils eine Empore die Seitenwand ab. Die nördliche Empore ist als Orgelempore vorgesehen. Unter ihr befindet sich die Sakristei. Unter der kleineren Empore auf der gegenüberliegenden Seite steht eine Madonna. Die Kerzen und der niedrige Raum laden auch Einzelne zum Verweilen ein. Von dieser Empore führt eine Treppe zur Glockenstube. Eine weitere Treppe führt durch die Doppelwand zu einer weiteren kleinen Empore schräg über dem Altarraum. Dort können bei besonderen Anlässen im Gottesdienst eine kleine Schola oder einzelne Sprecher stehen.

An den Wänden sind 12 Apostelleuchter angebracht. Darunter befindet sich jeweils ein Kreuz, das die Stellen sichtbar macht, an denen die Kirche bei der Weihe gesalbt wurde.